Wordrap zum Klimaschutz: Und wie sehen Sie das?

Wirtschaft & Standort

Steirische Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen im Wordrap zu Begriffen wie „Fridays for Future“, „Plastic Planet“ oder CO2-Steuer.

Was sagen Sie zum Stichwort …

… Papier-Sackerl beim Einkaufen?
„Ich habe immer ein Mehrweg-Sackerl dabei. Wir haben diese seit Jahren auch als Werbegeschenke und sie kommen super an.“
Ewald Marco Münzer, Münzer Biodindustrie

… CO2-Steuer?
„Die Grundidee zur CO2-Steuer ist in Ordnung, da es dem Verursacherprinzip entspricht. Es wäre aber notwendig, dafür andere Steuern abzuschaffen ‒ zum Beispiel die NOVA, diese geht am Verursacherprinzip vorbei. Kurzum: Wenn die Steuer wirklich dem Klimaschutz dient, sage ich ja, wenn es nur eine neue Form ist, Geld einzuheben, nein.“
Oliver Hohnhold, Autforce Automation

Steirische Unternehmerinnen und Unternehmer aus unterschiedlichen Bereichen haben Fragen zum Thema Klimaschutz beantwortet.
(Credits: Muenzer, Eisperle/Stiefkind, WKO, Bergmann, Lunghammer, Komptech, Saubermacher/Scheriau, Mang, Furgler)

… mit dem Zug in den Urlaub fahren?
„Ja, natürlich bin ich schon einmal mit dem Zug in den Urlaub gefahren. Das Motiv ist für mich der ökologische Aspekt. Ich möchte meinen ökologischen Fußabdruck so gering als möglich halten. Der angenehme Nebeneffekt: stressfreie Fahrt, kein Verkehrsrisiko, Zeit zum Lesen und Relaxen!“
Mariane Leyacker-Schatzl, Eisperle

.. Bauernmarkt oder Supermarkt?
„Ich kaufe gern am Bauernmarkt ein, weil man dort in der Regel Lebensmittel bekommt, die intensiver schmecken, weil sie bei uns angebaut werden und gewachsen sind. Und man bekommt alte Sorten – zum Beispiel bei der Zwiebel – die man sonst nirgends mehr bekommt und die viel intensiver schmecken. Wenn man die einlagert, halten sie den ganzen Winter. Es wäre oft nicht notwendig, Lebensmittel um die halbe Welt zu transportieren, wir könnten unseren Bedarf auch in der Region decken.“
Johann Hackl, Eco Technologies Kommunalmaschinen

… schlechtes Gewissen bei Kurzstreckenflügen?
„Das ist abhängig von der Strecke. Wenn man von Graz nach Wien fliegt, sollte man schon ein schlechtes Gewissen haben, das muss nämlich nicht sein. Ich würde sagen, ab einer Entfernung von 600 Kilometern ist ein Flug in Ordnung. Und natürlich sind auch Nachtzüge eine Option, den nach Vorarlberg habe ich zum Beispiel schon genutzt.“
Peter Reichl, Reichl Schrott

… „Fridays for Future“ ?
„Ich finde es gut, dass sich die Jugend mit Klimaschutz beschäftigt und damit besser versteht, worum es geht. Auch heißt das für mich, dass sie sich mit dem auseinandersetzen, was wir als Entsorgungs- und Ressourcenmanager machen – das sind unsere Mitarbeiter der Zukunft. Und mit dem stärkeren Bewusstsein für den Klimaschutz kommt auch das, was wir tun, stärker in die Köpfe der Menschen, wodurch die Wertschätzung und der Respekt steigen.“
Andreas Säumel, Mayer Entsorgung

… vegetarisches Mittagessen?
„Ich esse grundsätzlich nur abends. Aber da oft – vielleicht auch zu oft – Fleisch. Ich beziehe direkt von steirischen Landwirten und auch Jägern. Die Regionalität der Lebensmittel und die Tierhaltung sind meiner Familie und mir besonders wichtig.“
Ralf Mittermayr, Saubermacher

… weniger Fleisch essen?
„Ja, stimmt! Mir war bis vor Kurzem nicht bewusst, welchen großen Beitrag zum Klimawandel der enorme Fleischkonsum weltweit verursacht. Aber sollten wir nicht beginnen, unseren Lebensstil generell zu hinterfragen?“
Heinz Leitner, Komptech

… „Greta“?
„Hut ab, eine mutige, junge Dame, die den Nagel auf den Kopf trifft, eine Leitfigur für die Jugend. Sie ist der Klima-Schutzengel und das schlechte Gewissen für Umweltsünder. Bei ihrem Anblick denke ich sofort an die Zukunft der nächsten Generationen und daran, dass es 1 vor 12 ist.“
Ulrike Retter, Hotel Retter

… Plastic Planet?
„Ich denke hier an die weltweit zum Teil massiv verschmutzten Ozeane mit Kunststoffabfällen. Die meisten Abfallmengen kommen über die großen Flüsse aus der Dritten Welt. Da es in diesen Ländern noch einen großen Nachholbedarf an Wohlstand gibt, lässt sich erahnen, was hier noch auf uns zukommt. In Europa hat man mangels geringer eigener Rohstoffvorkommen bereits erkannt, dass Abfälle die Rohstoffe der Zukunft sind. Wir müssen daher alle Anstrengungen unternehmen, um die von der EU vorgegeben Recyclingquoten zu erreichen.“
Manfred Grubbauer, FCC

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