Editorial

KREISLAUFWIRTSCHAFT – TEIL UNSERER DNA

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Daniela Müller-Mezin

Daniela Müller-Mezin


Es gibt Liebe auf den ersten Blick. Um Verständnis und Begeisterung auszulösen, braucht es aber oft wesentlich mehr als nur diesen einen Blick. Schließlich ist nicht immer nach außen hin sichtbar, was sich unter der Oberfläche verbirgt.
Aktuell rittern alle Branchen um Arbeitskräfte und überall werden – verständlicherweise – die Darstellungen aufpoliert, die besten Seiten in den Vordergrund gerückt. Zugeschnitten auf das, was die (jungen) Menschen in Sachen Jobs anspricht. Und welche Werte das sind, ist natürlich genauestens untersucht: Sinnvolle Arbeit und soziale Verantwortung spielen dabei eine Rolle, ebenso wie die Planbarkeit von Arbeit und Freizeit. „Green Jobs“, also Jobs mit einem Umweltnutzen, sind ein großes Thema der „Fridays for Future“-Generation. Nachhaltigkeit ist ein Wert, der für die Menschen zählt – zum Glück würde ich sagen. Diesen Wert der Nachhaltigkeit brauchen wir uns, als Branche des Entsorgungs- und Ressourcenmanagements, nicht erst auf die Fahnen zu heften. Die Kreislaufwirtschaft ist sozusagen Teil unserer DNA, die Recyclingkreisläufe halten wir schließlich schon seit Jahrzehnten am Laufen. Die Wertschätzung, die das Streben nach Nachhaltigkeit nun erfährt, tut unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut. Klar, ohne sie funktioniert es nicht – doch nun nehmen sie sich selbst stärker als wesentlichen Bestandteil dieser Kreislaufwirtschaft wahr – und zwar egal, wo sie im Entsorgungs- und Ressourcenmanagement tätig sind, von der Entsorgung über die Logistik und IT im Hintergrund bis hin zur Buchhaltung. Es braucht uns alle.

Den Durchblick, was zu dieser Kreislaufwirtschaft alles dazugehört, erhält man wie gesagt nicht auf den ersten Blick. Wenn wir als Branche des Entsorgungs- und Ressourcenmanagements jungen Menschen aber erklären, was wir tun, wenn wir ihnen Einblicke liefern, erleben wir immer wieder, dass sie unsere Aufgaben durchaus attraktiv finden. Verständnis ist die Basis dafür. Als Branche müssen wir deutlich machen, was „Green Jobs“ sein können. Die darf man eben nicht mit der grünen Wiese verbinden. Die stecken (auch) in den verschiedensten Bereichen des Entsorgungs- und Ressourcenmanagements.
Darüber haben wir auch am „Runden Tisch“ diskutiert. Was die Branche für einen Lehrling interessant macht und warum Klimaschutzmanager als „Future Jobs“ auf uns zukommen werden, erfahren Sie im Beitrag „Green Jobs“.

Sie würden ja auch gerne klimabewusster leben, aber … Über Ausreden und den Wunsch nach radikalen Veränderungen sprach Umweltpsychologe Sebastian Seebauer mit uns im aktuellen Interview. Und wir beleuchten die Trends zum Pilz als Fleischersatz ebenso wie bewährte und neue Mehrweg-Projekte.
Wohin mit dem CO2? Antworten aus der Forschung kommen beispielsweise vom Grazer Start-up econutri, das daran arbeitet, Abgase aus Fabriken zu hochwertigen Proteinen umzuwandeln. Diese könnten wir in Hinblick auf die Versorgung in Zukunft gut brauchen. In unserem aktuellen Beitrag liefern wir Ihnen viele weitere grüne Ideen von Start-ups und Forschenden, die bei uns „wachsen“ und die uns auf dem Weg aus der Klimakrise unterstützen können. Denn zum Glück haben wir in der Steiermark eine Dynamik mit vielen nachhaltigen Ideen. Diese gilt es zu nutzen.

Vielfältige Einblicke also, die wir Ihnen präsentieren dürfen. Lassen Sie sich anstecken von unserer Begeisterung für die Kreislaufwirtschaft,

Daniela Müller-Mezin
Obfrau der Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in der Wirtschaftskammer Steiermark

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