Müll in der Natur

Pick it up!

Leben & Gesellschaft

Ein „Ausgleich“ zum Littering: Die Sportart „Plogging“, entstanden in Schweden, verbindet Joggen mit Müllsammeln. Auch die Fachgruppe hat im Rahmen einer Facebook-Kampagne dazu aufgerufen, in der Natur herumliegende Abfälle richtig zu entsorgen.

Für die einen ist es der sportliche Ehrgeiz, den anderen geht es – im wahrsten Sinne des Wortes – ums Kopf durchlüften. Österreich ist ein Land der Outdoor-Sportler. Vor allem die Wanderer und (E-)Mountainbike-Fahrer werden seit Jahren mehr. Leider auch im Steigen begriffen ist allerdings die Zahl der Jausensackerl, Taschentücher, Aludosen und vieler weiterer Abfälle, die in der Natur zurückgelassen werden.

Plogging als Kampfansage gegen Littering

Das sogenannte Littering wird weltweit zunehmend zum Problem, welches man vielerorts aber auch mit kreativen Ansätzen etwas entgegensetzt. Die Schweden starteten 2016 mit einem Aufruf zum Plogging. Das Wort setzt sich aus dem schwedischen „plocka“ (aufheben, pflücken) und Jogging zusammen. Im Zuge eines gemeinsamen Laufes wird die Vermüllung der Landschaft bekämpft. Und weil das nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Wandern, Walken oder Radfahren funktioniert, lässt sich das Ganze auch als Pliking (von „hiking“), Plaking (von „walking“) sowie Plycling („cycling“) bezeichnen. Für das Pliking wurde 2020 sogar ein eigenes Logbuch veröffentlicht.

Auch die Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement hat 2020 dazu aufgerufen, das „frische Luft Schnappen“ – egal ob beim Spaziergang mit dem Hund oder bei sportlichen Aktivitäten – mit Umweltschutz zu verbinden. „Pick it up“ lautete der Aufruf des Facebook-Gewinnspiels, für das dutzende Fotos eingereicht wurden. Über den Hauptpreis, ein Wochenende im Naturhotel Bauernhofer, freute sich Anja Sturzeis und Pickup-Jausendosen gingen an Sigrid Maierhofer sowie Adelheid Maier.

Das Gewinner-Foto kam von Anja Sturzeis
(Credit: Anja Sturzeis)

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