Altpapier

Papier ist Rohstoff

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Und es gibt Auskunft über das Konsumverhalten der Österreicher. Die Zusammensetzung des Altpapiers hat sich deutlich verändert. Eines gilt jedoch heute ebenso wie in der Vergangenheit: Regionale Kreisläufe schonen das Klima und sichern Arbeitsplätze.

Rund 80 Kilogramm Papier und Verpackungen fallen pro Steirer jedes Jahr an. Man unterteilt dabei zwischen Papier und Zeitungen, dem sogenannten „Deinking-Anteil“, und Karton und Pappe. Bei Papier und Zeitungen ist die Sammelmenge im ersten Halbjahr 2019 um 2,7 Prozent gesunken – was Experten hauptsächlich auf die rückläufigen Print-Auflagen von Medien zurückführen. Ganz anders die Entwicklung bei Karton und Pappe, hier zeichnet sich eine deutliche Steigerung ab. „Der Trend zum Online-Shopping spiegelt sich im Altpapier wider“, verweist Thomas Tomberger, Prokurist von Rohprog Rohstoffhandel, auf den „Amazon-Effekt“. Wird mehr online bestellt, fallen auch mehr Kartons aus Pappe an. „Der Karton-Anteil ist in den letzten Jahren um 10 bis 15 Prozent gestiegen.“

50 Prozent weniger Energie

Was die Recyclingquote angeht, belegt man in der Steiermark europaweit Spitzenwerte. Rund 75 Prozent des Altpapiers werden recycelt – bis zu 8-mal kann man eine Papierfaser widerverwerten. Dadurch werden im Vergleich zur Produktion von Papier aus Holzfasern bis zu 50 Prozent an Wasser und Energie eingespart. Allerdings: „Wir könnten sicher noch um ein Viertel mehr Altpapier verwerten, wenn dieses nicht im Restmüll landen würde“, so Tomberger.

Altpapier

Rund 75 Prozent des Altpapiers werden recycelt – bis zu 8-mal kann man eine Papierfaser widerverwerten.
(Credit: Lunghammer)

Altpapier nicht in den Restmüll

20.000 Tonnen an Verpackungsabfällen werden in der Steiermark jährlich falsch entsorgt – in der Restmülltonne. Nur durch sortenreines Trennen kann allerdings das volle Recyclingpotenzial ausgeschöpft werden. In den Altpapiercontainer gehören übrigens nicht nur reines Altpapier und Karton, sondern auch Papierverpackungen mit Kunststoff-Sichtfenster und Ähnliches – es muss nur der Altpapieranteil wesentlich größer sein als der Anteil an sonstigem Verpackungsmaterial.

Regionale Kreisläufe

Der steirische Maschinen- und Technologiehandel zählt rund 130 Mitgliedsbetriebe, österreichweit gibt es rund 4.000 Beschäftigte. Peter Reichl, Branchensprecher der Berufsgruppe Sekundärrohstoffhandel: „Egal ob Papier, Metall oder andere Altstoffe – wir verwerten diese zu Rohstoffen für die heimische Industrie. Dies gewährleistet nachhaltige, regionale Kreisläufe, schont das Klima und stärkt außerdem den Wirtschaftsstandort Steiermark.“

wko.at/stmk/maschinen


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