Green Home Grafik

Auf dem Weg zum Green Home

Leben & Gesellschaft

Die Vision vom vollkommen „grünen“ Wohnen wird wohl noch eine Weile Zukunftsmusik bleiben. Dennoch gibt es schon vielversprechende Ansätze, wie man „wohnen“ – von der Planung bis zur Nutzung eines Gebäudes – ressourcenschonend und dennoch komfortabel gestalten kann.

Ökologisch Bauen

Neben Versuchen, Beton ökologischer zu machen, gewinnt Holzbau zunehmend an Bedeutung. Erste mehrstöckige Holzhochhäuser wurden in Graz von der Wohnbaugruppe ENNSTAL bereits errichtet, aktuell entstehen auf den Reininghausgründen weitere Holzhochhäuser. In Wien befindet sich mit dem HoHo derzeit gerade das höchste Hochhaus der Welt – 24 Geschoße, 84 Meter Höhe – in Bau. Und in Tokio plant man sogar an einem echten Wolkenkratzer: 350 Meter und 70 Stockwerke hoch und zu 90 Prozent aus Holz gebaut – das sind die Eckdaten des W350 Tower.

Schlaue Haushaltsgeräte für das Green Home

Dass eine Waschmaschine heute nichtmal mehr die Hälfte des Wassers verbraucht, wie vor 15 Jahren, ist kein Geheimnis. Dass die Waschmaschinen in Zukunft aber völlig ohne Wasser auskommen sollen, gleicht einer Revolution. Mittels Trockeneis und einem futuristischen Antrieb, soll sie sogar ohne Waschmittel (!) in kürzester Zeit für strahlend frische Wäsche sorgen.
Und auch unsere Kühlschränke werden künftig nicht nur das Haushaltsbudget, sondern durch schonenden Umgang mit Ressourcen und geringere Lebensmittelabfälle, auch die Umwelt schonen. Denn sie warnen vor abgelaufenen Produkten und machen Vorschläge was sich aus dem Kühlschrankinhalt noch zaubern lässt.

Green Home Grafik

Intelligent temperiert

Dass sich unser Klima verändert, lässt sich nicht mehr leugnen. Eine Möglichkeit der zunehmenden Sonneneinstrahlung nachhaltig entgegenzuwirken ist eine Fassadenbegrünung. Diese sorgt nicht nur für ein besseres Klima im Green Home, auch außerhalb der eigenen 4 Wände bewirkt sie eine Verbesserung der Luftqualität und trägt zum CO2-Abbau bei.
Aber auch die Nutzung der zunehmenden Sonnenstunden sollte man in Betracht ziehen. Schließlich liefert sie mittels intelligenter Photovoltaik- und Speichersysteme für den Balkon sogar Wohnungsinhabern bzw. -mietern saubere Energie. Einsparungen von rund 25 Prozent des Strombedarfs sowie 6.700 Kilogramm CO2 sind dadurch jährlich möglich.

Gepflegt Müll sparen

Wer bei Lebensmitteln bereits auf unverpackte Ware setzt und immer brav seine Einkaufstasche mit sich führt, stößt bei Putzmitteln und Kosmetik oft noch an seine Grenzen. Erste Ansätze bieten Reformhäuser mit festen Duschseifen und Shampoos, die lediglich in dünnes Papier eingeschlagen sind, sowie manche Drogeriemärkte, die Abfüllstationen für Waschmittel installieren.
Dennoch stellt sich die Grundsatzfrage: Braucht man die vielen verschiedenen Fläschchen und Tuben überhaupt? Laut Heidi Haas von der „füllbar“ in Wien reichen 4 (nachfüllbare) Produkte für einen sauberen Haushalt – und ein Green Home.

Weitere Tipps und Infos:

  • Medienstelle für nachhaltiges Bauen – Informationsplattform der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen: www.nachhaltiges-bauen.jetzt
  • Green Home in der Praxis – Tipps für das nachhaltige Leben und Einkaufen in Graz: www.nachhaltig-in-graz.at
  • Einfach nachhaltiger leben – Tipps rund um Haushalt, Garten, Einkaufen und Ernährung auf www.Smarticular.net

Teile den Beitrag