Entsorgte Stahlrohre Querformat

Vom Schrott zum Wertstoff

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Ob Altauto, Elektronikschrott oder Metallverpackung – in all dem vermeintlichen „Schrott“ stecken verschiedenste Metalle, die der Stahlindustrie als wertvolle Rohstoffe dienen. Voraussetzung ist eine sortenreine Anlieferung. Eine Heraus­forderung, der sich die steirischen Sekundärrohstoffhändler gerne annehmen.

Die Wiederverwertung von heimisch gesammelten und aufbereiteten Metallschrotten trägt deutlich zur Substitution von Primärrohstoffimporten bei. Im Maschinenbau, der elektronischen Industrie sowie der Automobil- und Verpackungsindustrie fallen jährlich hunderttausende Ton-nen an Metallschrotten an. „Eine sorgfältige Sortierung der Altschrotte ist dabei für die sortenreine Weiterverarbeitung durch Stahlwerke und andere Kunden von hoher Bedeutung“, betont Peter Reichl, Obmann-Stellvertreter der Berufsgruppe Sekundärrohstoffhandel. „Schließlich dient hochreiner Schrott als Vormaterial für die Herstellung von Spezialstählen. Der Weg dort-hin ist allerdings aufwendig und führt über viele Schritte!“

Aufwendiger Weg zum hochreinen Schrott

Elektrogeräte machen zuerst einmal Bekanntschaft mit dem sog. „Smasher“. Dort werden sie – wie der Name schon verrät – in kleine Teile zerschlagen, um z. B. an die wertvollen Leiterplatten zu kommen, die neben Kupfer, Silber und Palladium sogar kleine Mengen Gold enthalten.

Bei größeren Ausgangsprodukten – z. B. Autos – kommt im ersten Schritt eine Schrottschere zum Einsatz. Diese zerschneidet sperrige Stahl- und Eisenteile, bevor sie weiter in den Schredder wandern, wo sie zu immer kleineren Stücken zerschlagen und die Metalle von den übrigen Bauteilen getrennt werden. Mittels Magnetabscheider erfolgt die Trennung in Eisen- und Nichteisenschrott. Der verbleibende Nichteisen-Schrottanteil enthält neben Aluminium, Kupfer, Magnesium, Messing, Zink, Blei oder Nirosta sogar Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Paladium. Aufgrund unterschiedlicher Materialdichte, Leitfähigkeit und Farbe lassen sich diese durch verschiedene Verfahren ebenfalls sortenrein trennen und bilden so wieder das Ausgangsmaterial für hochwertige Reinmetalle und Legierungen.

Sekundärrohstoffhändler als wichtige Partner der Industrie

„Abnehmer für hochreinen Schrott ist beispielsweise die Voestalpine AG, für die wir Sekundärrohstoffhändler wichtige Partner darstellen“, so Reichl „können doch durch die Wiederverwertung dieser Stoffe wertvolle Ressourcen gespart werden!“ Ein wichtiger Punkt für ein Unter-nehmen, das auf nachhaltige Produktionsverfahren und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen Wert legt. Erst kürzlich startete die voestalpine AG mit dem Bau des weltweit modernsten Edelstahlwerkes in Kapfenberg. Das Kernstück der Anlage ist ein Elektrolichtbgenofen, der hochreinen Schrott in Kombination mit verschiedensten Legierungsmetallen zu Edelstählen erschmilzt.

Entsorgte Stahlrohre Querformat

Die steirischen Sekundärrohstoffhändler sind wichtige Partner für die Industrie.
(Credit: Lunghammer)

wko.at/stmk/maschinen