Aufbereitungsanlage der Firma Saubermacher

Vom flüssigen Abfall zum sauberen Wasser – über die Steiermark hinaus

Partner-Netzwerk

Nach nur 12 Monaten Bauzeit nahm der steirische Entsorgungsspezialist Saubermacher kürzlich seine neue, topmoderne Aufbereitungsanlage für Industrie- und Gewerbeabwässer in Betrieb. Die fachgerechte Entsorgung flüssiger Abfälle ist damit weit über die Grenzen der Steiermark hinaus garantiert.

Modernste Verfahren, optimierte Abläufe und größte Rücksicht auf die Nachbarschaft standen im Fokus der Neuerrichtung der 2017 bei einem Brand schwer beschädigten Chemisch-Physikalischen-Aufbereitungsanlage am Standort Trofaiach. Mit der vor kurzem in Betrieb genommenen Anlage können jährlich bis zu 25.000 Tonnen flüssige Abfälle aufbereitet werden. Damit sichert Saubermacher die fachgerechte Entsorgung dieser Abwässer nicht nur in der Steiermark, sondern auch im gesamten österreichischen Zentralraum.

Flexible Lösungen für komplexe Kundenansprüche

8 Millionen Euro hat Saubermacher in die Hightech-Anlage investiert. „Eine Investition in die Zukunft“, wie Ralf Mittermayr, Vorstandssprecher der Saubermacher Dienstleistungs AG, betont. „Denn die Zusammensetzung flüssiger Abfallstoffe wird immer komplexer. Mit der neuen Anlage ist ihre Aufbereitung genauso problemlos möglich, wie die Bewältigung kurzfristig auftretender Mengensteigerungen.“ Chemische und physikalische Prozesse wandeln flüssige Abfallstoffe, wie Säuren, Laugen und Öl-Wasser-Gemische, in sauberes Wasser um. Mikroorganismen führen die Endreinigung durch.

Höchste Standards für Umwelt und Anrainer

Die CP-Anlage wurde gemäß höchster Umweltstandards völlig neu aufgebaut. „Unser Fokus bei der Neuerrichtung lag nicht nur auf der Verwendung modernster technischer Systeme, sondern auch auf der Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Nachbarinnen und Nachbarn“, so Mittermayr. Viele Arbeitsschritte wurden vom Außenbereich in geschlossene Hallen verlegt. Auch die Abluftreinigungsanlage wurde komplett erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Damit ist die Anlage die größte innerhalb der Saubermacher-Gruppe und das Herzstück des Standortes Trofaiach.

Zero Waste als Zukunftsvision

Leitidee und Ziel des Unternehmens ist es, möglichst viele Reststoffe zu verwerten. Dabei spielt neben der Technik das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine zentrale Rolle. So werden beispielsweise aus den Abwässern gewonnene Restbestandteile wie Altöl oder ölhaltige Konzentrate als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie eingesetzt. Das schont wertvolle Primärrohstoffe und senkt den CO2-Ausstoß.

Zurück in den natürlichen Wasserkreislauf

Mittels Neutralisation, Eindampfanlage, Ultrafiltration und biologischer Nachbehandlung können sämtliche organische und anorganische Flüssigabfälle aufbereitet werden. Die Abwässer werden chemisch behandelt, etwa durch Kalk zur Neutralisation von Säuren, sowie physikalisch, zum Beispiel durch Destillieren von Gemischen oder die Nutzung der Schwerkraft in Zentrifugen zur Trennung von Flüssigkeiten und Feststoffen. Am Ende reinigen Bakterien die Wässer soweit, dass sie über die Einleitung in das Kanalnetz wieder in den natürlichen Wasserkreislauf integriert werden können.

Aufbereitungsanlage der Firma Saubermacher

Die neue Aufbereitungsanlage wandelt flüssige Abfälle in sauberes Wasser um.
(Credit: Robert Sommerauer/Saubermacher)

Mehr Infos auf www.saubermacher.at