Blumentopf mit Komposterde

In 4 Schritten vom Biomüll zur Komposterde

Energie & Ressourcen

Petra Gschweitl von Apfelland Bioerde über die richtige Temperatur, die richtige Mischung und den tückischen „süßen Geschmack“.

1. Richtiges Entsorgen

Biomüll gehört in die Biotonne und nicht in den Restmüll! Nur so ist gewährleistet, dass er zu Unternehmen kommt, die ihn wiederverwerten. Und in den Bioabfall gehört auch nichts außer Biomüll, weil das sonst mühsam aussortiert werden muss (siehe Story Hoch oben und tief unten).

2. Richtige Mischung

Zuerst kommt eine Lage mit geschreddertem Strauchschnitt und Erde, dann kommt der Bioabfall darauf.

3. Laufend wenden und befeuchten

Mit dem Kompostwender wird die Mischung regelmäßig durchmengt und belüftet. Dabei entsteht eine Temperatur von bis zu 70 Grad Celsius. Durch diese hohe Temperatur trocknet die Kompostmiete aus. Damit ein guter Rotteverlauf gewährleistet ist, muss daher regelmäßig bewässert werden. Wenn ein Kompost nach verbranntem Zucker riecht, ist das laut Gschweitl ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu trocken und zu heiß gehalten ist und deshalb nicht richtig verrotten kann. Guter und reifer Kompost riecht angenehm nach Walderde.

4. Dem Ganzen Zeit lassen

Je nach Kompostart dauert es 8 bis 12 Wochen, bis daraus Frischkompost für die Düngung im Obstbau oder der Landwirtschaft entsteht. Für die Herstellung von Komposterde (z.B. Rasenerde oder Hochbeeterde) dauert das Ganze etwas länger: zumindest noch ein halbes Jahr.

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